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Oliver Kalkofe

Oliver KalkofeOliver Kalkofe (* 12. September 1965 in Hannover)

Lebenslauf

Kalkofe wuchs in Langenhagen-Engelbostel und Peine auf. Nach dem Abitur 1984 machte er eine Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten und Wirtschaftsdolmetscher in Englisch und Französisch.

Seine Medienkarriere begann Kalkofe als Radiomoderator bei Radio RST. Mit dem Wechsel zum Radiosender FFN konzentrierte er sich auf das komödiantische Fach. Er schuf zahlreiche Charaktere im Rahmen des Frühstyxradios, die von anderen Radiosendern bundesweit übernommen wurde (u. a. Horst Horstmann alias Märchenerzähler Onkel Hotte, Jürgen Ferkulat alias Gürgen, der Ferkelwämser in Die Arschkrampen). Einige Kritiker sahen in der Figur des „Onkel Hotte“ eine Jugendgefährdung und forderten eine Altersfreigabe der Veröffentlichungen ab 18 Jahren, konnten sich hiermit jedoch nicht durchsetzen.

Seinen deutschlandweiten Durchbruch hatte er mit der (unverschlüsselten) Fernsehsendung Kalkofes Mattscheibe auf Premiere, die zuvor schon als Radiosendung auf FFN lief. Inhalt der Sendung ist „konstruktive Medienkritik“ in Form von satirischen, teils bösartigen Kommentaren zu Ausschnitten von Fernsehsendungen. Kalkofe tritt dabei häufig als einer der Mitwirkenden der Sendung verkleidet auf (zeitweise auch in Doppelrollen) und imitiert deren Stimme und Gestik. Ebenso wurde gelegentlich auch der Originalbeitrag optisch manipuliert: Beispielsweise wurde die Moderatorin Carolin Reiber zum Platzen gebracht, und in einer anderen Folge vom Blitz getroffen. Für die Mattscheibe erhielt er 1996 den Adolf-Grimme-Preis. Nach vierjähriger Pause, unterbrochen durch einige Sondersendungen für die ARD, liefen von 2003 bis 2008 neue Folgen auf ProSieben.

Der Sänger Klaus Baumgart (Klaus & Klaus) verklagte Kalkofe 1995, als dieser ihn in seiner Sendung als „Freund Speckbulette“ bezeichnete. Nach mehreren Klageschriften wies das Landgericht Oldenburg die Klage in der Vorverhandlung zurück. Wie sich später herausstellte, war die Klage nur eine von Baumgarts Management lancierte PR-Kampagne, weil dieser gerade einen Werbevertrag für das Produkt „Slimfast“ unterschrieben hatte.

Kalkofe trat auch mit dem Schlagermoderator Achim Mentzel auf. Mentzel war als ostdeutscher Moderator der Volksmusiksendung „Achims Hitparade“ zunächst nur Opfer der Mattscheibe, bis er den Spieß umdrehte und auf einer Schultafel, die Teil der Kulisse seiner Sendung war, der Satz „Kalki ist doof“ zu sehen war. Kalkofe nahm den Ball auf und es entwickelte sich über die Zeit ein reger Austausch von kleinen Gehässigkeiten. Inzwischen bekam Mentzel von Kalkofe eine kleinere Rolle in dessen Edgar-Wallace-Parodien Der Wixxer und Neues vom Wixxer. Mentzel war zudem Co-Moderator der DDR-Ausgabe der Mattscheibe.

Kalkofes Kolumne “Kalkofes letzte Worte“ erscheint seit 1995 vierzehntäglich in der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm. Weiterhin schreibt er monatlich eine Filmkritik in der Cinema. In den Computerspielen „Die Siedler – Das Erbe der Könige“ und „The Bard's Tale“ spricht er jeweils eine Figur (bei Siedler den Mentor). Seit 2007 wirkt er in der Hörspiel-Soap “…und nebenbei Liebe“ als Sprecher der Rolle des Matthias Schwenk mit.

Weblinks

 
reale_personen/oliver_kalkofe.txt · Zuletzt geändert: 2009/06/15 12:17 (Externe Bearbeitung)
 
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